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Thema: Afghanistan gefährdet Europas Regierungen

  1. #1
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    Icon4 Afghanistan gefährdet Europas Regierungen



    Den Wählern einen Anti-Terror-Einsatz zu verkaufen, der weit weg stattfindet und Menschenleben kostet, ist zunehmend unmöglich. Das hat die niederländische Koalition jetzt die Macht gekostet. Weitere europäische Regierungen könnten folgen – auch die Bundesregierung steht unter Druck.

    Das Ende der Koalition in Den Haag ist keine Überraschung. Die Regierung von Jan Peter Balkenende hatte bereits Mitte Januar ihren Todesstoß bekommen.

    Zwar ging es da nicht um Afghanistan, sondern den Irak-Krieg: Eine unabhängige Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass Balkenende 2002 ohne völkerrechtliche Grundlage gehandelt hatte, als er einen US-geführten Einmarsch politisch unterstützte.

    Doch der Irak-Bericht nahm vorweg, was sich nun in der Weigerung des sozialdemokratischen Koalitionspartners manifestiert, den für Mitte 2010 geplanten Abzug aus Afghanistan zu überdenken.

    Es gibt keine Argumente mehr, um den Wähler von Anti-Terror-Einsätzen zu überzeugen, die Tausende Kilometer weit weg stattfinden, einen hohen Blutzoll und Milliarden öffentliche Gelder kosten und obendrein von den USA dominiert sind.

    Mehr noch: Die öffentliche Wut darüber wächst, von der Politik in „sinnlose Kriege“ geführt worden zu sein. Das zumindest ist die Einstellung der europäischen Linken, nicht nur der niederländischen. Auch die SPD, die den Isaf-Einsatz in der Regierung noch uneingeschränkt mitgetragen hat, besteht nun auf einem festen Abzugsdatum.

    Aber sie ist nicht in Regierungsverantwortung – die Niederländer, die britische Labour und die spanische PSOE hingegen schon.

    So könnte aus der Haager Freitagnacht ein europäischer Dammbruch werden. Madrid kann ähnlich wie Berlin den Hindukusch-Einsatz nicht mehr als Friedensmission verkaufen. Selbst in der britischen Bevölkerung steht die Unterstützung auf brüchigem Fundament. Und beide Regierungen sind extrem angeschlagen.

    Zwar war seit Monaten klar, dass sowohl Den Haag als auch die kanadische Regierung ihre Isaf-Soldaten 2010 respektive 2011 abziehen. Aber in der deutschen Öffentlichkeit waren diese Beschlüsse so gut wie unbemerkt geblieben.

    Jetzt aber werden sie unweigerlich auch Einzug in die deutsche Debatte halten. Für Schwarz-Gelb könnte der Haager Koalitionsbruch nach Hartz-4-Debatte und Steuerdiskussion zu einem weiteren Schlachtfeld mit vielen Untiefen werden.
    Kommentar: Afghanistan gefährdet Europas Regierungen - Nachrichten Debatte - Kommentare - WELT ONLINE
    Roma locuta, causa finita

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  3. #2
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    Die CIA macht sich offenbar Sorgen und Gedanken wie der Afghanistan-Krieg den Europäern propagandistisch besser nahe gebracht werden kann.

    http://file.wikileaks.org/file/cia-afghanistan.pdf
    Amendment I

    Congress shall make no law respecting an establishment of religion, or prohibiting the free exercise thereof; or abridging the freedom of speech, or of the press; or the right of the people peaceably to assemble, and to petition the Government for a redress of grievances.

  4. #3
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    @Doc

    Aber wie soll das seinen Weg ins Internet gefunden haben, wenn es geheim ist?
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    Francisco Franco, 1928.

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  6. #4
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    Wie solcherlei Dokumente eben in die Medien finden: durch einen Whistleblower. Eine interne Quelle, über deren Motivation man sich nur in Spekulation ergehen kann weil sie anonym ist (vom Prinzip her vergleichbar mit einem historischen Beispiel wie dem Informanten der Watergate-Affäre)

    Falls du die Plattform Wikileaks nicht kennst, dann lies dir vielleicht mal den Artikel auf der namentlich zwar sehr ähnlichen aber rein gar nichts damit zu tun habenden Wikipedia durch. Da sind schon wesentlich schwerwiegendere, authentische Dokumente durchgesickert. Beispiele: Dokumente der isländischen Kaupthing-Bank die deren Ausplünderung im Rahmen der Finanzkrise (die Island kurz vor den Staatsbankrott geführt haben) dokumentieren; der Nato-Bericht über die Kunduz-Affäre, die Franz Josef Jung sein Amt gekostet hat, kürzlich auch ein Report des Nachrichtendienstes der US Army, der von dieser mittlerweile gegenüber AFP als echt eingeräumt wurde, der hervorgeht das man dort in Wikileaks eine Bedrohung gegen die nationale Sicherheit sieht und sich mit Zerstörungs- und Zersetzungsmaßnahmen gegen die Seite auseinander setzt.

    Die Frage die jeder für sich bewerten muss, ist es wahrscheinlicher, dass jemand sich eine Verschwörungstheorie ausdenkt und einen fiktiven Bericht dieses Inhalts erstellt, oder ob die Annahme das hier ein Dokument nachrichtendiestlicher Arbeit - die Auswertung von Meinungsumfragen öffentlicher Institute unter der Fragestellung wie man die öffentliche Meinung im Sinne der eigenen Regierung beeinflussen könnte. Ich persönlich finde es in hohem Maße plausibel, das solcher Art von Meinungsmanipulation ein definitves Thema in diesen Institutionen ist. Krieg verkauft sich nicht mehr unbedingt von alleine.
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  8. #5
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    Man kann nur über die Weite des Internets staunen.

    Propaganda-Strategien zum Afghanistan-Krieg » Auf der Whistleblowing-Website WikiLeaks tauchte am gestrigen Freitag ein als geheim eingestuftes CIA-Dokument auf das sich damit befasst wie die Bevölkerung Westeuropas durch Propaganda zur Unterstütz

    Man darf gespannt sein, ob die genannten Strategien trotz ihrer nun erfolgten Veröffentlichung noch angewendet werden. Wer dieses Memo gelesen hat, dürfte jedenfalls Medien-Berichte zum Thema Afghanistan mit anderen Augen betrachten. Zudem wirft diese detaillierte Beschreibung von Strategien zur Manipulation der öffentlichen Meinung eine besorgniserregende Frage auf: wo und wie finden solche Manipulationen sonst noch statt? Diese Frage dürfte nur sehr schwer zu beantworten sein. Umso wichtiger ist jeder Schritt in diese Richtung.
    Da darf man gar nicht daran denken, was die Zukunft im technischen Bereich noch zu bieten haben wird.

    Fazit: Es wird wohl in Zukunft die Entscheidung einer/s Jede/r gefragt sein, was er glauben kann/darf.


    Whistleblower + afghanistan + Cia - Google-Suche

  9. #6
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    Da ich unser großes Afghanistan Thema nicht finde kann, werde ich das mal hier reinschreiben.

    Ich habe auf Spiegel Einestages einen guten Erfahrungsbericht eines ehemaligen russischen Soldatens über dne Afghanistan Krieg gefunden. Die Russen haben im Grunde nicht viel anders gemacht als die NATO Truppen heute und trotzdem sind sie gescheitert. Ich vermute, dass Afghanistan warscheinlich nach 2014 wieder genau in das selbe Chaos zurückfallen wird.

    Zum Artikel auf einestages.spiegel.de

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