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Geschichte und Historisches Historische Ereignisse im alten und im neuen Licht

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Alt 04.02.2010, 12:15   #1
Weißgardist
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Wie Dresden zerstört wurde

Zitat:
Wie Dresden zerstört wurde

Vor 65 Jahren fiel Sachsens Hauptstadt vier Terrorangriffen zum Opfer – Die Zahl der Toten ist bis heute ein Politikum

Am 25. Januar 1945 gab der britische Ministerpräsident Winston Churchill seinem Luftfahrtminister Sir Archibald Sinclair den Befehl, Städte in Mitteldeutschland anzugreifen. Der Air Chief Mar shal Charles Portal hatte zunächst gezögert, weil er keinen militärischen Sinn darin sah; für Dresden zumal, der größten dieser Städte, gab es nicht einmal Zielkarten. Dennoch folgte er der Weisung des Premierministers.

Am 8. Februar startete die 1. Ukrainische Front eine Großoffensive aus den Oderbrückenköpfen Steinau und Leubus. Die Rote Armee begann, die schlesische Hauptstadt Breslau einzuschließen. Am 17. Februar nahm sie Liegnitz ein. Bis zur sächsischen Landeshauptstadt Dresden waren es noch 170 Kilometer.

Am 13. Februar wurde um 21.40 Uhr in Dresden Fliegeralarm gegeben. Von 22.09 bis 23.28 Uhr warfen 235 viermotorige „Lancaster“-Bomber, die entwickelt worden waren, um große Bombenmengen über weite Entfernungen zu transportieren und als Bombenteppiche beispielsweise über Wohngebieten abzuwerfen, 198 Minen-, 120 Spreng- und 205428 Brandbomben auf die Altenstädter Innenstadt. Sie stießen kaum auf Luftabwehr, weil die Flakgeschütze im Februar an die Ostfront verlegt worden waren. Die schweren Sprengbomben („Wohnblock-Knacker“) erzeugten Druck wellen, die Dächer abdeckten, Fenster eindrückten und Brandmauern einstürzen ließen. In die so aufgerissenen Häuser regneten dann die Brandbomben, die das Mobiliar, die Dachstühle und so weiter in Brand setzten. Die dann folgenden Sprengbomben zwangen die Menschen, in den Luftschutzkellern zu bleiben und so zu ersticken oder zu verbrennen. Lösch- und Bergungstrupps wurden getroffen, Wasserleitungen zerstört, Feuerwehren vernichtet. Die Folge waren unkontrollierte Großbrände, die sich rasch zu einem nicht zu löschenden Feuersturm über eine Fläche von 15 Quadratkilometern vereinigten.
Von 1.30 bis 1.45 Uhr folgte ein weiterer Angriff mit Spreng- und Brandbomben. Da die Alarmanlagen zerstört waren, konnte die Bevölkerung nicht einmal mehr gewarnt werden. Am Mittag des 14. Februar griff schließlich die 8. US-Luftflotte mit 311 B-17-Bombern („Flying Fortress“) und zirka 200 Jagdbombern vom Typ „Mustang“ an. Sie warfen schwere Sprengbomben und Container mit je 110 Stabbrandbomben auf das brennende Dresden. Einen Tag später warfen kurz vor 12 Uhr mittags 210 US-amerikanische „Fliegende Festungen“ und 141 Begleitjäger weiträumig verstreut etwa 3700 Sprengbomben. Diese vierte Angriffswelle bleibt in vielen Berichten über die Zerstörung Dresdens merkwürdigerweise unerwähnt. Die zahlreichen Kasernen am Stadtrand Dresdens wurden ebenso wie viele Rüstungswerke verschont. Ziel war offenkundig, möglichst viele Frauen und Kinder zu töten, um die Kampfmoral der Deutschen zu erschüttern.

Von nah und fern wurden Rettungskräfte in Marsch gesetzt: Feuerwehr, Soldaten, Hitlerjungen und BDM, Organisation Todt, Rotes Kreuz – sie spannten alle Kräfte an, um so viele Menschen wie möglich aus der Flammenhölle zu retten. In vielen Fällen blieb nur noch übrig, die Toten zu bergen und in Massengräbern beizusetzen.

Die große Zahl war in der kurzen Zeit nicht zu bewältigen; Tausende mussten daher zwischen dem 20. Februar und dem 3. März verbrannt werden. Ihre Anzahl ist umstritten. Offiziell betrug sie 6858. Wolfgang Schaarschmidt kommt in der neuesten, überarbeiteten Ausgabe seines überaus gründlichen Buches „Dresden 1945 – Daten, Fakten, Opfer“ zu einer höheren Zahl.

Die Ermittlung der Verluste konnte durch das Kriegsende nicht abgeschlossen werden. Knapp ein Vierteljahr nach den Angriffen besetzte die Rote Armee Dresden. Die bis dahin zuverlässig geführte Verlustkartei der Vermisstennachweiszentrale ist nicht mehr vollständig erhalten. Man muss davon ausgehen, dass ein Teil davon in die Sowjetunion verbracht worden ist. In den vergangenen Jahrzehnten wurden immer wieder unterschiedliche Todeszahlen genannt. Vor Kriegs ende wurden keine Zahlen veröffentlicht, auch wenn das immer wieder fälschlich behauptet wird. Während der DDR-Zeit richteten sich die genannten Zahlen nach dem Stand des Kalten Krieges. Sie schwankten zwischen „mehr als 300000“ (Hans Loch, stellvertretender Vorsitzende des DDR-Ministerrats, 1955) und 35000 identifizierten Leichen (Bürgermeister Berghofer 1988). Das Statistische Bundesamt im Westen, das die Gesamtverluste im Luftkrieg 1962 mit 635000 Luftkriegstoten bezifferte, davon 570000 deutsche Zivilisten, 32000 ausländische Arbeiter und alliierte Kriegsgefangene, 25000 Wehrmachtangehörige und 32000 Angehörige von Polizei, Feuerwehr und Sicherheits- und Hilfsdienst (SHD), ging von 60000 toten Dresdnern aus. Als der damals noch in Dresden lebende ehemalige Leiter der Abteilung Tote in der Vermisstennachweiszentrale, Hanns Voigt, der es wohl wissen musste, von 40000 identifizierten Toten sprach und die Ansicht vertrat, insgesamt dürften 135000 Tote ungefähr die richtige Zahl sein, wurde er von den DDR-Behörden heftig angegriffen – inzwischen hatte sich die politische Lage im Kalten Krieg offenbar verändert – und als „Nazi-Funktionär“ verleumdet, was, wie Schaarschmidt nachweist, nicht stimmt. Erwiesen hat sich, dass der lange nach Kriegsende in zwei Versionen aufgetauchte angebliche „Tagesbefehl“ des Befehlshabers der Ordnungspolizei Dresden, in dem von über 200000 Toten die Rede war, eine plumpe Fälschung war.

Eine vom damaligen Dresdner Oberbürgermeister Ingolf Roßberg eingesetzte Historikerkommission unter der Leitung des Professors Rolf-Dieter Müller vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt sollte, so der offizielle Auftrag, die Verlustzahlen so ermitteln, dass „rechtskonservativen und neonationalistischen Kreisen“ der Wind aus den Segeln genommen werde. Sie forscht nun seit mehr als fünf Jahren. Müller nannte immer mal wieder von ihm festgestellte Zahlen, die immer weiter schrumpften. Inzwischen liegt Müller bei mindestens 18000 und höchstens 25000. Das Ergebnis soll im Frühjahr der Öffentlichkeit übergeben werden.

Wolfgang Schaarschmidt belegt seine Forschungsergebnisse mit einer Unzahl von Quellen. Er kommt zu dem Schluss: „Im Februar und März 1945 (sind durch) angloamerikanische Terrorangriffe mindestens 100000 Menschen (in Dresden) getötet worden. Schätzungen von 100000 bis 150000 sind begründet.“
Wie sich die Zahlen doch politisch ändern. 1955 mußten Kommunisten von bis zu 300.000 ausgehen, weil die Tatsache, daß die Sowjets keine Flächenbombardements von Städten gemacht haben, die Angloamerikaner in einem schlechten Licht darstellte. Heute würden Kommunisten und Antideutsche am liebsten gar nicht mehr darüber reden. Die Kommunisten nicht, weil sie ihre politische Vision am liebsten nicht mehr mit der Sowjetunion in Verbindung gebracht sehen wollen und die Antideutschen, weil sie Angst haben, daß die Flamme der deutschen Schuld, auf der sie ihr Süppchen kochen, kleiner werden könnte.

Quelle: Preußische Allgemeine Zeitung: Wie Dresden zerstört wurde
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Nachtrag:
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Off-Topic:

Ach ja: Ich lese gerade Tage des Überlebens. Berlin 1945, erschienen München 1968, von
Margret_Boveri Margret_Boveri
.

Sie schildert darin die Ereignisse in Berlin 1945 auf Basis von ihr damals geschriebener Briefe und enthält auch eine ganze Reihe rückblickender geschichtlicher Erläuterungen, für die sie auf Memoiren von Schlüsselfiguren aus Militär und Politik, Wehrmachtsberichte, Zeitungsartikel von damals usw. zurückgreift.

Absolut lesenswert!

Dresden wird auch erwäht, aber natürlich nur am Rande.

Besonders faszinierend finde ich, daß darin sehr anschaulich ein Deutschland geschildert wird, das sich weder mit den Angloamerikanern noch mit den Russen irgendwie identifizieren konnte und vom Nationalsozialismus natürlich ebenso nichts wissen wollte. Einzelne gab es freilich, die einem dieser drei Lager zuzurechnen waren.
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Geändert von Haiduk (04.02.2010 um 12:21 Uhr) Grund: Automatisch zusammengefügt - Nachtrag/Doppelposting
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Alt 04.02.2010, 12:35   #2
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Keine dieser Taten ist zu rechtfertigen, aber dennoch LENINGRAD!
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Alt 04.02.2010, 15:12   #3
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Zitat:
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Darauf kann es eigentlich nur eine einzige Antwort geben Haiduk:
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Keine dieser Taten ist zu rechtfertigen, aber dennoch LENINGRAD!
Du meinst die Briten haben Dresden bombardiert, weil die Deutschen Leningrad von September '41 bis Januar '44 belagert haben? Doch wohl nicht.

Aber ich schätze Du mißverstehst mich. Worum es mir geht, ist, daß man die politische Entwicklung seit Kriegsende anhand der unterschiedlichen Rezeptionen dieses Erignisses schön nachvollziehen kann. Während es im Westen praktisch überhaupt kein Thema war, haben es die Russen vollkommen überzeichnet, weil sie es als Propaganda-Munition benutzt haben.

Wenn das Thema heute, 20 Jahre nach dem Ende des Ost-West-Gegensatzes wieder hochkommt, dann liegt das daran, daß Deutschland eben noch nicht weiß, wie es damit umgehen soll.

In Dresden scheint mir die bürgerliche Mehrheit den richtigen Weg gefunden zu haben: Sie begehen es als Tag der Trauer und wollen nicht, daß es politisiert wird. Weder von Nazis noch von Kommunisten.

In Westdeutschland ist man dagegen äußerst unsicher und ist imstande sogar die normalen Bürger zu verdammen, weil es einer Reflexion bedürfte, die man sich selbst verbietet. Aber gerade weil man es sich verbietet, greifen es die Nazis auf.

Etwas ähnliches hat es schon mal in der Grundungsphase der Bundesrepublik gegeben.

Literatur, die sich mit dem Widerstand befaßte, stand bis 1948 auf dem Index der Briten und Amerikaner:

Zitat:
Amerikaner und Engländer ließen es nicht zu, daß in ihren Besatzungszonen Bücher über den Widerstand erschienen. Sie hatten sich nach vielen Gesprächen mit Verschwörern ein Bild über das "andere Deutschland" gemacht. Robert Vansittart, Berater der britischen Regierung, erkannte in ihnen, wie viele englische und amerikanische Politiker, den "alten Adam" - Junker des abscheulichen Preußentums, das es zu bekämpfen galt - wie den Hitlerismus.

Fabian von Schlabrendorffs Buch "Offiziere gegen Hitler", Rudolf Pechels "Deutscher Widerstand", sogar die Studie "Verschwörung in Deutschland" von Allen W. Dulles, der während des Krieges als amerikanischer Spionage-Resident für Europa in Bern mit Männern vom Widerstand Kontakt gehabt hatte (und später Chef des US-Geheimdienstes CIA wurde), standen auf dem alliierten Index. Erst das Buch "Die deutsche Opposition gegen Hitler" des in die USA emigrierten Königsberger Historikers Hans Rothfels, das 1948 drüben herausgekommen war, durfte, ein Jahr danach, auch in der Bundesrepublik erscheinen.
Das Ergebnis war im Grunde das selbe, wie heute:

Zitat:
Das erzwungene Schweigen über dieses Kapitel jüngster deutscher Vergangenheit brachen Männer vom Schlage des einstigen Kommandeurs Remer vom Wachbataillon "Großdeutschland", das dem Widerstand, als er schon zusammengebrochen war, den letzten Stoß versetzt hatte, auf ihre Weise.

Remer, nun Führer der rechtsradikalen Sozialistischen Reichspartei, sagte 1951 auf einer Wahlkundgebung: "Es wird die Zeit kommen, in der man schamhaft verschweigt, daß man zum 20. Juli 1944 gehört hat." Und: "Sie können Gift darauf nehmen, diese Landesverräter werden eines Tages vor einem deutschen Gericht sich zu verantworten haben."
Hätten die Alliierten das Thema nicht tabuisiiert, dann hätten die Nazis von damals nicht die Deutungshoheit darüber bekommen

Hier wie da läßt sich die Tabuisierung auf ein schlechtes Gewissen der Alliierten (besonders der Briten) zurückführen.
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Alt 04.02.2010, 16:04   #4
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Auch läßt sich Leningrad nicht mit Dresden vergleichen.

Dresden, war ohne jegliches Militär - de facto eine offene Stadt nur mit Lazaretten und Flüchtlingen vollgestopft - Leningrad war belagert und voller Militär
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Alt 04.02.2010, 16:17   #5
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In diesem Buch finde ich auf S. 280

Zitat:
11. August 1945:

...

Es ist merkwürdig, wie in dieser Frage der Aufteilung Deutschlands sich die Zeiger in entgegengesetzer Richtung gedreht haben. Zuerst entsprang der Aufteilungsgedanke in USA, am stärksten vertreten durch Sumner Welles, aber auch durch viele andere führende Politiker und Militärs. Dagegen Russland war für das ungeteilte Deutschland. In Jalta, soweit wir hier beurteilen können, trafen die Gegensätze aufeinander und verkehrten sich ins Gegenteil. Stalin wollte die sogenannte Seydlitz-Lösung durchsetzen - wenn auch vielleicht zum Schluß nicht die Generäle, sondern nur die Kommunisten die Regierung gebildet hätten; und viele hier in Berlin, die wir vor allem die Einheit des Reiches bewahren wollten, sahen darin eine Hoffnung. Aber Roosevelt und wohl auch Churchill wollten es nicht leiden, - vielleicht wegen ihrer Erfahrungen mit Tito und der Lublin-Regierung, vielleicht aus Prinzip. Ich habe den Eindruck, die sie in diesem Punkt störrischer waren als in allen anderen, und so haben wir also das Ergebnis: Stalin für den Moment desinteressiert an einer gesamtdeutschen Lösung, in starrer Zonenpolitik befangen, während die anderen nun auf die Gesamtlösung dringen, auf die einheitliche Verwaltung und Wirtschaftsführung, aber nicht aus einem konstruktiven Plan heraus, sondern nur, um die Trümpfe wieder zu erlangen, die sie - ohne sie zu erkennen - weggelegt hatten und die nun Stalin in der Hand hält.
Das mit diesem "Seydlitz-Plan" kann sich nur auf Walther v. Seydlitz-Kurzbach beziehen, der in Stalingrad in Gefangenschaft kam und dann hoffte, aus den Gefangenen deutschen Soldaten eine Korps von 40.000 Mann aufstellen zu können, mit dem er auf Seiten der Roten Armee kämpfen wollte. Der dabei Hintergedanke war, so die Zerstückelung Deutschlands zu verhindern.

Bild anklicken um es zu vergrößern.

In diesem Zeit-Artikel von 1968 findet sich noch das hier zu Walther v. Seydlitz- Kurzbach in Stalingrad:

Zitat:
Vergebens hatten etliche Verschwörer der deutschen Widerstandsbewegung gehofft, Paulus werde durch einen Ausbruch auf eigene Faust oder, als es dafür zu spät war, durch einen flammenden Aufruf das Fanal zum Aufstand gegen Hitler geben. Aber Paulus war nicht einmal ein großer Feldherr, geschweige denn ein Mensch, der über seine Kompetenzen hinauszudenken wagte. „Ich stehe hier auf Befehl" — in diesen Worten liegt die Beschränkung und die Tragik des Feldmirschalls Paulus beschlossen.

Einige seiner Kommandeure drängten ihn, er solle doch wenigstens den einzelnen Offizieren und Soldaten freistellen, je nach der Lage zu handeln. Einer von ihnen war der kommandierende General des LI. Armeekorps, Träger eines berühmten preußischen Namens — der General der Artillerie Walther von Seydlitz- Kurzbach. Er hatte schon Ende November, in den ersten Tagen nach der Einschließung, den Durchbruch nach Westen gefordert. Er war nicht durchgedrungen und hatte — weiter gehorcht. Doch nun bäumte sich in ihm alles auf „gegen diesen Wahnsinn und diese gewissenlose Führung". Er vermochte den Sinn der Soldatenehre nicht mehr zu finden, wenn sich wehrlose deutsche Soldaten von russischen Kanonen und Panzern im direkten Beschüß hinmetzeln ließen. Doch Piulus, wohl längst ein gebrochener Mann, der d:e Verantwortung nur noch widerwillig trug, konnte sich auch jetzt noch nicht zum Handeln aufraffen: „Ich tue nichts." Daraufhin stellte es Seydlitz den ihm noch verbliebenen Truppenresten anheim, die letzte Munition zu verschießen und zu kapitulieren. Zum Dank wurde er dafür noch seines Kommandos enthoben und, als er sich mit seinen Männern in Gefangenschaft begab, aus dem Rücken von anderen deutschen Soldaten beschossen.
v. Seydlitz-Kurzbach war praktisch der deutsche Wlassow (siehe
Andrei_Andrejewitsch_Wlassow Andrei_Andrejewitsch_Wlassow
)
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Alt 04.02.2010, 19:26   #6
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Keine dieser Taten ist zu rechtfertigen, aber dennoch LENINGRAD!
Stalin hat die Stadt, die seinen Namen trägt einkesseln lassen und verhindert, dass die Zivilisten fliehen.

Aber wenn Du Entschuldigungen für Verbrechen suchst wirst Du die auch für das Hitlerregime finden.

Aber egal nicht war, scheiß Kartoffel oder Kraut wie es damals hieß.
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Alt 04.02.2010, 19:44   #7
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Seit wann trägt Leningrad Stalins Namen?
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Alt 04.02.2010, 19:46   #8
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Seit wann trägt Leningrad Stalins Namen?
Gut stimmt, aber was meinst Du dann?
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Alt 04.02.2010, 19:53   #9
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Dass die Stadt Lenins Namen trägt. Und dass Deine Aussage auch sonst Schwachsinn ist. Während der Blockade wurden über 1 Mio. Menschen evakuiert. Trotz beschränkten Möglichkeiten dazu.
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Alt 04.02.2010, 20:05   #10
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Mit Beleidigungen bist Du scheinbar schnell. Stalin, Lenin kann ja mal sein, dass man einen Namen verwechselt. Aber ich weiß schon, warum ich hier lange nicht mehr geschrieben habe und es vermutlich auch wieder sein lasse.
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