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Messe in Innsbrucker Pfarre: Kein Erwachsener geht zur Kommunion

Dies ist die Diskussion Messe in Innsbrucker Pfarre: Kein Erwachsener geht zur Kommunion im Kirchenrecht, Strukturen und Personen Forum, als Teil der Theologie Kategorie. "Tweet @Akolyth Das muss man nicht großartig entscheiden, das sortiert sich von selbst. An der Sammlung werden nur die Interesse ..."

  1. #11
    Fidei defensor Avatar von Nikodemus
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    @Akolyth

    Das muss man nicht großartig entscheiden, das sortiert sich von selbst. An der Sammlung werden nur die Interesse haben, die den Glauben leben (wollen).
    Unter Sammlung verstehe ich z.B. Bibel- oder Gebetskreis, Familienkreis, Gesprächskreis, aber auch "zupacken" aus christlicher Verantwortung.

  2. #12
    Super-Moderator/in Avatar von Akolyth
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    @Nikodemus,
    Habe gerade mit einem Ehepaar aus dem Bistum Augsburg gesprochen, die so "gebaut" sind, wie Du sagst (Bibel- oder Gebetskreis, Familienkreis, Gesprächskreis, aber auch "zupacken" aus christlicher Verantwortung: Organistin, Jugendchorleiterin und Wortgottesdienstgruppe in Riesengemeinde...) - erzählten sehr gefrustet von dem Augsburger "Domreinigungsereignis". Schon ein schwaches Bild, wenn die Verantwortlichen in der Diözese nicht "Manns genug" sind, sich mit ihren 2500 Leuten in die nächste Stadthalle zum Gespräch zu begeben (daß der Dom der falsche Platz ist, seh' ich ein...).

    Man sei mit Hinweis auf den "demographischen" Wandel und die Umstrukturierung der Gemeinden mehrjährig zum Wortgottesdienstspezl trainiert worden und wird jetzt "zurückgepfiffen" und "gemaßregelt": "soll unsere Kirche am Sonntag leerstehen", nur weil es denen in Augsburg plötzlich so einfällt, wir haben jede Menge Alte und Behinderte in der Gemeinde"?
    Ich habe nur ein "blechernes" na ja, aber Wortgottesdienst und Kommunion austeilen ist halt keine Eucharistiefeier.....das kann man schon nicht vergleichen....blabla....
    Tatsächlich aber konnte ich die engagierte Position der Familie mit Bindung zu ihrer Kirche verstehen!
    "Hauptamtliche" und Priester kommen und gehen, die "Kirche bleibt im Dorf" und man kann den Menschen die Liebe zu ihrem Gotteshaus nicht "verbieten" (schon gar nicht, wenn es viele Engagierte gibt in der Gemeinde).
    Auch hieß es, der "Mann von der Diözese, der sie geschult habe, säße mit Nervenzusammenbruch in der Klinik"....
    Geändert von Akolyth (03.05.2012 um 12:42 Uhr)
    „Seine Armut ist Freiheit. Diese Freiheit ist Liebe. Nicht die Freiheit des Verstandes, der überlegen erkennt; nicht die Freiheit des Wollens, das sich in geordneter Übung löst. Unmittelbare Liebe; Kraft des von Gott berührten Herzens. Darum ist in Alledem kein Nein. Alles ist Ja. Alles blüht und leuchtet und lebt. Es ist das große Aug’ in Auge mit Gott“ -
    Romano Guardini über den Hl. Franziskus aus "In Spiegel und Gleichnis"

  3. #13
    Stadtratsmitglied Avatar von Ottaviani
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    Zitat Zitat von Akolyth Beitrag anzeigen
    Tja, Nikodemus, wer wird nun entscheiden, wer den Glauben lebt?
    Werden vor den Augen der "Christkatholischen", wie Guardini sie nannte, auch "normale" Katholiken bestehen?
    (Dabei fällt mir auf, daß mein Tod noch nie so vielen Meinungshabenden zu Paß kam, wie zuletzt hier im Forum....
    die einen wegen der Rente, die anderen wegen des Glaubens - ehrlich jetzt, solche "Lösungen" für unliebsame Zeitgenossen sind mir noch nicht eingefallen...die Zeiten haben sich echt geändert!)
    bestehen müssen wir nur beim letzten Gericht
    Mir für meinen Teil genügt es wenn jeder sich an die Spielregeln hält= kirchliches Gesetz und wer das nicht tut entweder die Konsequemzen zieht oder eben die kirchlichen Autoritäten die Konsequenzen ziehen in dem Sinn bekenne ich mich dazu aktibv kirchen Politik zu machen was ja dank des Internets ja jetzt hervoragend funktioniert

  4. #14
    Super-Moderator/in Avatar von Akolyth
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    bestehen müssen wir nur beim letzten Gericht
    Konsequenzen?
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  5. #15
    Mitglied des Landtags Avatar von Cantica
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    Konsequenzen?
    Das könnte dann die nähe zu den sogenannten konfliktträchtigen Gruppen werden, wie im "Sektenthread" beschrieben. Empfehle Otaviani, mal diesen Thread zu durchforsten, was die sogenannten "Konsequenzen" in Reinkultur für Auswirkungen haben.

    Gruß

    Clara
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  6. #16
    Stadtratsmitglied Avatar von Ottaviani
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    ich meine mit Konsequenzen eben Leuten die in öffentlicher Toodsünde leben die Kommunion zu verweigern oder die Strafen die der CIC vorsieht

    Zitat Zitat von Cantica Beitrag anzeigen
    Das könnte dann die nähe zu den sogenannten konfliktträchtigen Gruppen werden, wie im "Sektenthread" beschrieben. Empfehle Otaviani, mal diesen Thread zu durchforsten, was die sogenannten "Konsequenzen" in Reinkultur für Auswirkungen haben.

    Gruß

    Clara
    ich fürchte ich verstehe nicht was Du meinst

  7. #17
    Mitglied des Landtags Avatar von Cantica
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    Eben! Das erkennt man an der Art wie Du Konsequenzen forderderst. Welche auch immer Du meinst. Lies den Thread dann verstehst Du es.

    ich meine mit Konsequenzen eben Leuten die in öffentlicher Toodsünde leben die Kommunion zu verweigern oder die Strafen die der CIC vorsieht
    Der Priester ist kein Richter sondern Seelsorger. Die Oberen in den Sekten führen sich dagegen eher als erbarmungslose Richter auf. Das ist die Kurzfassung von dem, wovon ich spreche.

    Gruß

    Clara
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  8. #18
    Stadtratsmitglied Avatar von Ottaviani
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    Natürlich ist der Priester verpflichtet die Kommunion zu verweigern wenn eine öffentliche Sünde vorliegt den er hat die Verantwortung sonst gäbe es ja die entsprechenden Bestimmungen im Kirchenrecht ja nicht
    welchen Thread meinst Du den genau?? kenn mich hier noch nicht so gut aus

  9. #19
    Super-Moderator/in Avatar von Akolyth
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    Natürlich ist der Priester verpflichtet die Kommunion zu verweigern wenn eine öffentliche Sünde
    Schamgefühl

    Scham ist ein Gefühl der Verlegenheit oder der Bloßstellung, das durch Verletzung der Intimsphäre auftreten kann oder auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben.

    Das Schamgefühl ist häufig von vegetativen Erscheinungen wie Erröten oder Herzklopfen (Palpitation) begleitet; manchmal auch von typischen körpersprachlichen Gesten wie dem Senken des Blickes. Die Intensität der Empfindung reicht von flüchtiger Anwandlung bis zu tiefster Beklommenheit. Scham tritt zum Beispiel bei empfundener Entblößung oder einem Achtungsverlust im sozialen Umfeld auf.

    Scham kann auch durch Verfehlungen oder empfundene Unzulänglichkeit (Peinlichkeit) anderer ausgelöst werden, die einem gemeinschaftlich verbunden sind. Hierfür ist mitunter der Neologismus Fremdschämen gebräuchlich, der 2009 in den Duden aufgenommen und 2010 in Österreich zum Wort des Jahres gekürt wurde. In der englischen Sprache wird in der Wissenschaftsliteratur seit den 1980er Jahren zwischen vicarious embarrassment (stellvertretende Peinlichkeit) oder empathic embarrassment (empathische Peinlichkeit) unterschieden.
    Schamgefühl
    Beschämung - ein deutscher Komplex
    An deutschen Schulen geht es vor allem um die Fehler der Kinder. Erfolgreicher sind die Finnen, deren höchstes Erziehungsprinzip lautet: Kinder nie beschämen.

    „Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland“, fragte Georg Christoph Lichtenberg, „wo man die Nase eher rümpfen lernt als putzen?“
    Schule: Beschämung - ein deutscher Komplex | Online | ZEIT ONLINE

    Zu den geistigen Werken der Barmherzigkeit gehört:
    Die Unwissenden lehren,
    Die Sünder zurechtweisen.

    Diese möge der Christ wirken (möglichst) im Besitz der Früchte des HEILIGEN GEISTES, vor allem:
    Liebe, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Bescheidenheit.

    Feiernde Menschen im Rahmen einer kirchlichen "Familienfeier" (hier der Gottesdienst zur ersten Sakramentspendung an die Kinder dieser Familien) zurechtweisen, unter Inkaufnahme von Beschämung und Bloßstellung ist im höchsten Maße lieblos und unfeinfühlig - böse könnte man sagen, es ist unchristlich und gewalttätig.

    Die Gemeinde hat fein reagiert und die Bloßstellung von Gästen durch den kollektiven Verzicht auf die Kommunion verhindert: Hut ab!
    Der Priester hat in die Herzen dieser Menschen seine Lieblosigkeit "gesät", weil er "von allen guten Geistern verlassen" war.

    Wir leben in einer Beschämungs- und Entwertungsgesellschaft mit zunehmender Kälte: Gott schütze uns vor diesem Ungeist in der Kirche!

    Ein wunderschöner Auszug aus der Tora könnte heilen helfen (es gehört auch zum Christentum, lebt aber in der Katakombe):
    Die Verbote der Kränkung und Beschämung

    1. Die Liebe und Achtung, welche wir unserem Nebenmenschen schulden, fordern von uns die zarteste Schonung seiner Gefühle. Darum verbietet uns die Tora, in seiner Gegenwart, auch nur unter vier Augen, Worte über unserer Lippen treten zu lassen, die in ihm unangenehme oder schmerzliche Gefühle erregen könnten; der Inhalt dieses Verbotes wird uns aus folgenden Beispielen klar.

    2. War jemand in früheren Jahren ein Sünder und hat sich jetzt gebessert, so darf man nicht zu ihm sprechen: Gedenke deines früheren Lebenswandels, oder in bezug auf seine Eltern: Gedenke der Taten deiner Vorfahren u. dgl. Treffen ihn Leiden, so dürfen wir ihm nicht sagen: Du hast sie verdient. Selbst ohne unmittelbare Beziehung auf ihn sollen wir in seiner Gegenwart nicht Worte sprechen, die ihn kränken können, z.B. von einem körperlichen Gebrechen, das er an sich hat, einem Schandfleck in seiner Familie, wenn auch die Rede von einem andern ist. Wir dürfen ihm keine Frage vorlegen, von der wir wissen, dass er sie nicht beantworten kann.

    3. Es ist eine schwere Sünde, jemandem einen Schimpf‑ oder Spott­namen aufzugeben oder ihn mit einem solchen, wenn er auch längst üblich ist und von seinem Träger nicht beanstandet wird, anzure­den, in der Absicht, ihn zu kränken. Es ist überhaupt verboten, jemanden mit beschämenden Benennungen, wenn es auch nicht auf ihn gemünzte Spottnamen sind, anzureden.

    4. Alle oben angeführten Wortkränkungen sind verboten, wenn sie auch niemand außer dem Gekränkten mit anhört. Die Tora verbietet aber noch insbesondere die Beschämung eines Menschen im Beisein anderer Personen ( ), und unsere Weisen s.A. bezeichnen das als eine so schwere Sünde, dass derjenige, der sie begeht, seinen Anteil an der ewigen Seligkeit verliert.

    5. Da es vielfache Wege gibt, einen Menschen mit Stachelreden in seinem Herzen schwer zu verwunden und dabei den Schein der Un­schuld zu bewahren, als ob man es nicht beabsichtigt hätte, so schreibt die Tora zu dem Verbote der Wortkränkung die bedeutungs­vollen Worte: Du sollst dich vor deinem Gott nicht fürchten, vor Gott, der ins Herz schaut und die Absicht kennt.

    Und ihr sollt nicht kränken einer den andern, und du sollst dich vor deinem Gott fürchten; denn ich, Gott, bin euer Gott. 3.Mos. 25. 17.

    Manche Worte sind wie Dolchstiche; nur der Weisen Zunge bringt Heilung. Spr.Sal. 12,18.

    Rette mich, Gott, vor bösen Menschen, ... die schärfen ihre Zunge gleich Schlangen, Gift der Ottern unter ihren Lippen haben. Ps. 140,2‑4.
    http://www.alefbet.de/j%C3%BCdische-...esch%C3%A4mung
    Geändert von Akolyth (04.05.2012 um 02:18 Uhr)
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  10. #20
    Stadtratsmitglied Avatar von Ottaviani
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    Hier eine gute erläuterung zum thema
    Frischer Wind

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