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Papst will Priestern Messfeier nach dem alten Ritus erleichtern

Dies ist die Diskussion Papst will Priestern Messfeier nach dem alten Ritus erleichtern im Konfessionskunde und Religionspädagogik Forum, als Teil der Theologie Kategorie. "Tweet Benedikt XVI. strebt eine Aussöhnung mit den „Traditionalisten“ an. Ein entsprechendes Dokument liegt bereits auf seinem Schreibtisch. Vatikan ( ..."

  1. #1
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    Papst will Priestern Messfeier nach dem alten Ritus erleichtern



    Benedikt XVI. strebt eine Aussöhnung mit den „Traditionalisten“ an. Ein entsprechendes Dokument liegt bereits auf seinem Schreibtisch.

    Vatikan (www.kath.net / CWNews.com) Papst Benedikt XVI. bereitet ein Schreiben vor, das es Priestern künftig erleichtert, die Heilige Messe nach dem alten Ritus zu feiern. Das meldete Catholic World News unter Berufung auf vatikanische Quellen.

    Das päpstliche „Motu Proprio” dürfte allen Priestern die Genehmigung geben, die Messe nach dem vorkonziliaren Ritus zu feiern. Derzeit ist dies nur unter bestimmten Bedingungen möglich, die im Jahr 1984 unter Papst Johannes Paul II. im Brief „Quattuor abhinc annos“ der Gottesdienstkongregation festgelegt wurden.

    Die Priester brauchen die Erlaubnis ihres Diözesanbischofs, wenn sie die Messe nach dem alten Ritus feiern wollen, wurde festgelegt. Sie müssen außerdem klarstellen, dass sie die Glaubenslehre des von Papst Paul VI. promulgierten Römischen Messbuches nicht in Frage stellen.

    Im Jahr 1988, nach der Abspaltung der von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X., richtete der Heilige Stuhl die Kommission „Ecclesia Dei“ ein.

    Sie sollte „die volle kirchliche Gemeinschaft der Priester, Seminaristen, Ordensgemeinschaften oder einzelnen Ordensleuten zu ermöglichen, die bisher auf verschiedene Weise mit der von Erzbischof Lefebvre gegründeten Bruderschaft verbunden waren und die mit dem Nachfolger Petri in der katholischen Kirche verbunden bleiben wollen“.

    In gleichnamigen Dokument „Ecclesia Dei“ hielt der Heilige Vater fest: „All jenen katholischen Gläubigen, die sich an einige frühere Formen der Liturgie und Disziplin der lateinischen Tradition gebunden fühlen, möchte ich auch meinen Willen kundtun – und wir bitten, dass sich der Wille der Bischöfe und all jener, die in der Kirche das Hirtenamt ausüben, dem meinen anschließen möge –, ihnen die kirchliche Gemeinschaft leicht zu machen, durch Maßnahmen, die notwendig sind, um die Berücksichtigung ihrer Wünsche sicherzustellen.“

    Es müsse „überall das Empfinden derer geachtet werden, die sich der Tradition der lateinischen Liturgie verbunden fühlen, indem die schon vor längerer Zeit vom Apostolischen Stuhl herausgegebenen Richtlinien zum Gebrauch des Römischen Messbuchs in der Editio typica vom Jahr 1962, weit und großzügig angewandt werden“.

    Am 18. Oktober 1988 gewährte der Heilige Vater der Kommission „Ecclesia Dei“ in einem förmlichen Dekret die Vollmacht, „allen, die darum bitten, den Gebrauch des Missale Romanum von 1962 zu gestatten“. Jedem Priester wurde das Recht zugestanden, sich in Rom ein ausdrückliches „Zelebret“ für die „tridentinische“ Messe zu besorgen.

    De facto wurde der Wunsch des Papstes in den Bistümern der Weltkirche ganz unterschiedlich gehandhabt. Das Empfinden jener, die sich der Tradition der lateinischen Liturgie verbunden fühlen, wurde manchorts bewusst missachtet. Die bis heute bestehenden Verstimmungen will Papst Benedikt XVI. nun offenbar ausräumen.

    Laut vatikanischen Quellen streicht er in dem Schreiben auch das Prinzip heraus, dass es nur einen liturgischen Ritus in der lateinischen Kirche gibt, der wiederum zwei Formen habe: Den gewöhnlichen Ritus (Novus Ordo), der gewöhnlich in der Landessprache gefeiert wird, und den außergewöhnlichen (alten) Ritus.

    Beide Formen seien gleichwertig, heißt es in dem Text. Die Bischöfe werden ermutigt, sich für den freien Gebrauch beider Formen einzusetzen. In Rom wird derzeit darüber spekuliert, dass der Papst das Schreiben vielleicht bereits im November veröffentlichen könnte – gleichzeitig mit der postsynodalen Apostolischen Exhortation, mit der die Eucharistiesynode schließt.

    Persönliche Anmerkung:
    Über diese "General-Indult" wurde schon lange diskutiert.
    Ich selbst habe schon manche tridentinische Messe erlebt, udn ehrlich gesagt, ich bin froh, dass Paul VI. den Ritus hat reformieren lassen. In einem Buch über die Messe von 14911, also zur Zeit der Allein-Gültigkeit des tridentinischen Ritus stand, als Laie solle man sich ruhig und würdig während der Messe ebschäftigen. Zum beispiel, in dem man jenes Buch liest. Von Mitfeier der Geheimnisse, Teilnahme oder sonstigem keine Spur.
    Vom "Hokus-Pokus-Witz" will ich gar nicht erst ANfangen.
    Wenn die Tradis jetzt zufrieden sind, solls mir recht sein, ich fürchte aber, es wird noch genug geben, die sich für die einzigen Katholiken/besseren Christen/einzig Treue.... halten.
    Die Moderatoren sind in der Minderheit gegenüber der Weltbevölkerung als auch gegenüber dem betroffenen Staatsvolk, welchem Sie hier verantwortlich zu Diensten sind.
    (Frithjof)

  2. #2
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    Zurück zum Latein: Der Papst will den Gebrauch der historischen Liturgie wieder zulassen. Das wäre ein Schritt aus dem liturgischen Dilemma. Von Paul Badde.

    Rom (www.kath.net / welt) „Introibo ad altare Dei, ad Deum qui laetificat iuventutem meam – ich will hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf.“ Als Benedikt XVI. getauft wurde, als er Messdiener war, als er zum Priester geweiht wurde, begann jede katholische Messe mit diesem vierten Vers des 43. Psalms auf Latein.

    Es war die Eingangsformel des tridentinischen Mess-Ritus; es war der Beginn der katholischen Opferfeiern, wie sie sich seit den Tagen der christlichen Urgemeinde auf dem Zionsberg in Jerusalem in vielen Jahrhunderten entwickelt hatten.

    Pius V. hatte den Ritus auf dem Konzil von Trient in den Jahren 1545 und 1563 endlich „irrtumsfrei“ und verbindlich festlegen lassen. Vierhundert Jahre blieb diese Liturgie danach nahezu unverändert in der katholischen Kirche erhalten. Dem heutigen Papst ist er von Kindesbeinen an in Fleisch und Blut übergegangen.

    Wäre sie heute noch gültig, hätten Kirchendiener ihn nach seiner Wahl im letzten Jahr womöglich auf einer Tragesänfte zu seiner Krönung in den Petersdom getragen, hinter einem Erzdiakon her, der die Prozession an drei bestimmten Stellen angehalten und sich umgedreht hätte, um auf einer goldenen Schale ein Büschel Werg mit den mahnenden Worten zu verbrennen: „Sancte Pater, sic transit gloria mundi! (Heiliger Vater, so vergeht der Glanz der Welt!)“.

    Doch so war es nicht mehr, wie jeder letztes Jahr am Fernsehen sehen konnte. Auch das „Introibo“ am Anfang jeder katholischen Messe wird seit über 40 Jahren nicht mehr gebetet, als eine von zahllosen Neuerungen, mit denen katholische Messfeiern seit dem II. Vatikanischen Konzil gefeiert werden.

    Denn der tridentinische Ritus wurde 1962 mit dem obligatorischen Latein unter Paul VI. abgeschafft und durch einen „novus ordo missae“ ersetzt, wie konservative Kritiker die reformierte „Heilige Messe im Römischen Ritus“ nennen, wie der Nachfolgeritus offiziell heißt.

    Tatsächlich ist es eine radikal veränderte Form in den jeweiligen Landessprachen, die dem universal gültigen Messopfer in Latein folgte. An die Einführung und Umsetzung der Liturgiereform wurden damals unglaubliche Hoffnungen gesetzt.

    Es war eine Revolution, der am Anfang nur wenige Widerstand entgegensetzten. Es war deshalb auch ein Konflikt, der schon in den 70er Jahren zum Bruch mit dem französischen Bischof Marcel Lefebvre geführt hat, der um alles in der Welt nicht von dem alten Ritus lassen wollte.

    Überlebt hat diese Feier danach fast nur in einer Art katholischen Untergrunds – und in wenigen Enklaven innerhalb der Kirche, für die vom Ortsbischof Ausnahmegenehmigungen eingeholt werden mussten, die längst nicht immer erteilt wurden.

    Auch andere Ungereimtheiten dieser Praxis haben in den letzten Jahrzehnten den Zorn und Scharfsinn einiger katholischer Intellektueller erregt, unter denen in Deutschland der Philosoph Robert Spaemann und der Schriftsteller Martin Mosebach führende Rollen spielten.

    Doch auch bei anderen wollten die Zweifel nie recht verstummen, ob die Reform nicht tatsächlich zu rasch, zu radikal, und teilweise zu willkürlich vonstatten gegangen war – und ob sie nicht wesentlich an der Aushöhlung der Liturgie in den letzten Jahrzehnten überhaupt verantwortlich sein könnte: an jener Entheiligung, Entgöttlichung und Banalisierung katholischer Messfeiern, die nicht nur Konservative an vielen Orten beobachteten und beklagten.

    Zu diesen Skeptikern gehörte seit vielen Jahren auch Kardinal Ratzinger, von dem immer wieder zu hören war, dass Gewachsenes schlechterdings nicht einfach durch „Gemachtes“ ersetzt werden könne und dass es deshalb womöglich einer „Reform der Reform“ bedürfe. Zur Jahrtausendwende hat er ein kritisches Buch ganz dem gefährdeten „Geist der Liturgie“ gewidmet.

    Dennoch bleibt eine „Reform der Reform“ leichter formuliert als zuwege gebracht. Die Reformer von 1962 wollten sich von der edlen lateinischen Regel des heiligen Benedikt leiten lassen: „succisa verescit“: „zurück geschnitten, blüht es wieder“. Die alte Liturgie war aber wohl doch kein verwilderter Weinberg.

    Das Ergebnis beförderte jedenfalls nicht nur eine neue Blüte und bessere Früchte, sondern auch ungeahnt neuen Wildwuchs. Vielleicht war die neue Liturgie in mancher Hinsicht wirklich „gemacht“.

    Seit über 40 Jahren ist sie aber auch selbst „gewachsen“ und mächtig gewuchert, bis hin zu Karnevalsmessen mit Pappnasen, die die Väter der Reform gewiss entsetzen würden, nur viele Katholiken nicht mehr, die damit nun schon so lange leben müssen – wenn sie über den Klamauk nicht der Kirche überhaupt den Rücken gedreht haben.

    Nach den strengen Vorgaben der Tridentinischen Messe hatte die Liturgiereform dem subjektiven Ermessenspielraum der Feiernden einen ungleich größeren Raum geboten – und Messen damit quasi abhängig gemacht von den Begabungen der Priester oder eben seiner Unbegabtheit.

    Nun deutet sich eine einschneidende Wende an. Nach zuverlässigen Informationen aus dem Vatikan wird Benedikt XVI. schon bald ein Dokument unterzeichnen, das den Gebrauch der lateinischen Liturgie wieder ohne jede Beschränkung und weltweit zulassen will.

    Nach diesem Dekret wird es auch fortan nur einen einzigen Ritus in der römisch-katholischen Kirche geben – ab jetzt jedoch mit zwei gleichberechtigten Formen: dem gewöhnlichen Ritus in der Landessprache und dem außergewöhnlichen und universalen Ritus in Latein.

    Damit gewährt der Pontifex dem alten Ritus wieder „volles Bürgerrecht“ in der Kirche Roms. Es ist nicht weniger als der Beginn einer Kulturrevolution. Dennoch ist dies kein Schnitt, sondern ein Schritt aus dem liturgischen Dilemma. Allen neuen Formen stellt der Papst die alte Messe nun wieder als Urmeter der Liturgie zur Seite.
    Quelle

    Persönliche Anmerkung: Naja, den Satz mit dem Urmeter würde ich nicht unterschreiben.
    Ich persönlcih schätze die gewohnte, gültige, volkssprachliche Liturgie.
    Die Moderatoren sind in der Minderheit gegenüber der Weltbevölkerung als auch gegenüber dem betroffenen Staatsvolk, welchem Sie hier verantwortlich zu Diensten sind.
    (Frithjof)

  3. #3
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  4. #4
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    Stimmst du dem zu? Oder wolltest du nur eine weitere Meinung?
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Ponderstibbons Beitrag anzeigen
    Stimmst du dem zu? Oder wolltest du nur eine weitere Meinung?
    Ehrlich gesagt verstehe ich die Diskussion nicht.

    Jedem so wie es ihm beliebt. Bei manchen Anlässen finde ich die lateinische Form passender weil ehrwürdiger aber bei jedem Gottesdienst muss ich das nicht haben.

    In unserer Gemeinde mit 2 Kirchen finden parallel immer ein Gottesdienst klassisch und einer moderner ab. Daran könnten sich manche katholischen Ortsgemeinden ein Beispiel nehmen wie es mir scheint.
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  6. #6
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    Zitat Zitat von redlabour Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt verstehe ich die Diskussion nicht.

    Jedem so wie es ihm beliebt. Bei manchen Anlässen finde ich die lateinische Form passender weil ehrwürdiger aber bei jedem Gottesdienst muss ich das nicht haben.

    In unserer Gemeinde mit 2 Kirchen finden parallel immer ein Gottesdienst klassisch und einer moderner ab. Daran könnten sich manche katholischen Ortsgemeinden ein Beispiel nehmen wie es mir scheint.
    Merkt man .
    Es geht ja nicht nur um die Sprache. Einige lateinische Gesänge (Sanctus, Credo, Kyrie, Agnus Dei...)
    Machen eine Messe noch nicht zur tridentinischen. Selbst eine Messe, die ganz auf latein gefeiert wird, wie zum beispiel eine päpstliche Messe in Rom ist noch eine römische Messe nach dem gültigen, ordentlichen Ritus.
    Wobei ich es als Kind/jugendlicher immer schön fand, die entsprechenden Gebete/Gesänge im Gotteslob (katholisches Gesangbuch) hingelegt zu bekommen. Mittlerweile bin ich erfahren und lateinfest genug, es selbst anderen hinzulegen.
    wichtigster Unterschied zur tridentinischen, im 16. Jahrhundert durchgesetzten Messe ist:
    a) Zelebrationsrichtung: Alles wichtige findet mit dem Rücken zum "Volk " statt. Man sieht vorne Gestallten in gewändern, die etwas machen, aber was man macht, sieht man nicht.
    b) Rolle Priester und Gemeinde: Heute feiern beide die Messe, als Gemeinde ist man beteiligt, wenn auch nicght unbedingt aktiv.
    Früher feierte der Priester die Messe, eventuell noch die Messdiener. Gebete wurden nur im Altarraum gesprochen, oder gelesen (leise, man hört nichts), die Gemeidne ist nur Zeuge.
    Ich habe es selbst erlebt, wie man beim Hochgebet keinen Ton hörte. Wandlungsworte? Gedacht, nicht gesagt. Wann war der heiligste Augenblick der Messe, die Wandlung? Gut geraten ist halb gewusst.
    Die Befürworter der tidentinischen Messe haben folgende Theorie: Als es sie noch gab, waren die Kirchen voll, heute sind sie leer. ALso leigt das an der Reform.
    Vergessen wird dabei: Kein Sinnvakuum mehr, wie nach dem Krieg, kein Zwang mehr, wie im letzten Jahrhundert, kein öffentlicher Druck mehr....
    Da wird eine Scheinkorrelation hergestellt.
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    (Frithjof)

  7. #7
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  8. #8
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    Frankreichs Katholiken mehrheitlich für die Freigabe der ‘Alten Messe’


    Zusammenfassung: In einer von interesierten Kreisen in Auftrag gegebenen Umfrage waren 61% für eine Freigabe, 51% würden aber nicht hingehen. Bleiben 14%, die zumindest ab und zu zu einer tridentinischen Messe gehen würden.
    Fraglich ist, wieviele davon öfters gehgen würden, wenn sie den Unterschied merken. Eine tridentinische Messe ist eben nicht eine heutige Messe in Latein, sondern eine rein klerikale Handlung, bei der die Gemeinde zusieht.

    Eine Messe mit einigen Elementen in latein ist was sehr festliches, aber eine tridentinische Messe ist praktische Archäologie.
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  10. #10
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