Dies ist die Diskussion Diskussionskultur hier im Forum im Medienpolitik und Telekommunikation Forum, als Teil der Politik Kategorie. "Tweet Liebe Politikstübler, was mich immer wieder in Foren, und leider auch hier erschreckt ist, wie miteinander umgegangen wird. Ich ..."
Liebe Politikstübler,
was mich immer wieder in Foren, und leider auch hier erschreckt ist, wie miteinander umgegangen wird. Ich habe das mal versucht an einem einfachen Beispiel aufzuzeigen. Ich hoffe ihr könnt was damit anfangen:
Diskussionskultur in Foren
Person A schreibt 3 Dinge.
Punkt A1 finden wir total daneben.
Punkt A2 und Punkt A3 sind sehr gut.
Person B stört sich beim Lesen von Beitrag A extrem an Punkt A1 und überliest die Punkte A2 und A3.
Der Beitrag wird kommentiert. Dabei wird nur Punkt A1 heftig auseinandergenommen und wenn es sein muss aus Begründungen an den Haaren herbeigezogen.
Selbst wenn Person A einige Posts später aufklärt wie Punkt A1 gemeint war und das eigentlich vieles erklären würde, ist die Diskussion schon so heftig in Gange, dass man eigentlich nur noch versucht den anderen schlecht darzustellen oder seine Weltanschauung als falsch zu deklarieren.
Was dient einem guten Forenklima?
3 Punkte:
Alle reden immer von positiver Lebenseinstellung.
Punkt 1 - Frag dich selbst:
Was kann ich aus diesem Post lernen/mitnehmen?
Es wäre schön mehr Posts zu lesen wie: "Danke, A1, dein Punkt A2 und A3 sind sehr gut erklärt."
Als Christen redet man oft von Vergebung.
Punkt 2 - Geh neutral an Posts von Usern ran, auch wenn du die User vielleicht von anderen Beitrögen schon kennst und diese Beiträge nicht so magst.
Punkt 3: Sei nicht zu stolz auch mal zu schreiben, dass du im Unrecht warst.
LG
Anni
Theologie um der Theologie Willen führt zum Tod.
Hebräer 10,14 Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht.
Dem würde ich gern etwas hinzufügen: wer legt eigentlich Wert auf den Bewertungsbalken? Könnte der nicht wegfallen? Das kommt einem öffentlichen Pranger gleich und trägt nicht gerade zu friedvollerer Einstellung bei - besonders bzw. hauptsächlich bei glühenden Wortgefechten.
Das wahre Lebensglück besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.
(Pearl S. Buck)
Hallo Anni.
Da muss ich jetzt aber mal ein wenig schmunzeln.Wenn Dich das Forum hier schon erschreckt, dann sind Foren offenbar nichts für Dich.
Ich kenne kein anderes politisches Forum in dem ein so sehr gepflegter Umgangston herrscht wie in der Politikstube. Hier sind doch alle stets freundlich, Beleidigungen habe ich hier noch nie gelesen oder eben sehr selten.
Was den allgemeinen Umgangston hier angeht, kann man die Politikstube und dessen Mitglieder nur loben.
Da sieht es in anderen politischen Foren ganz anders aus. Da sind übelste Beleidigungen an der Tagesordnung.
@ Anni : Du hast so recht, ist mir auch schon aufgefallen, das mehr auf das was mißfällt eingegangen wird , als andersherum. Aber warum sollte es einen aus der Ruhe bringen, wenn doch nur ein Drittel des eigenen Beitrags kritisiert wird ?Off topic:
Vllt zeigt er aber Neulingen, woran sie sind. Für uns gilt wohl je grüner der Balken, je größer die Verantwortung. - Ich könnte gut auf den Balken verzichten![]()
Also ich finde grundsätzlich den Ton hier auch ganz annehmbar. Da habe ich auch schon ganz anderes gesehen.
Wir dürfen nicht vergessen, wir sind hier ein Diskussionforum, und das lebt nunmal von der Antithese. Sonst wäre es ja auch langweilig. Meistens habe ich den Punkten, denen ich zustimme auch Nichts hinzuzufügen. Deswegen lasse ich die dann einfach weg.
Persönliche Angriffe sind natürlich doof, aber sie zeigen halt auch immer wie unsicher sich derjenige ist, der gerade persönlich wird. Wenn man aus argumentiert und eines besseren belehrt wurde, dann ist man halt selten sehr glücklich darüber. Der getroffene Hund bellt (bzw. bedient sich Vorurteilen).
Ich mag eigentlich auch den Balken, da er so etwas wie ein unmittelbares Feedback gibt. Ich weiss halt selten ob ich etwas total Dummes oder total Schlaues geschrieben habe. Wenn dann aber jemand Danke sagt, dann kann ich mir sicher sein, das zumindest einer die Sache verstanden hat bzw. ähnlich sieht.
"Everybody wants to go to heaven. They just don't want God to be there when they get there." - Paul Washer
"God’s grace does not come to people who morally outperform others, but to those who admit their failure to perform and who acknowledge their need for a Savior." -The Reason for God
Der Ton hier war schon wesentlich rauher, als noch kontroverser - gerade politisch- diskutiert wurde. Ich erinnere an RobRoy, TobiDL, Pierre, Eric und andere, die immer wieder heftige Debatten angestossen haben, die aber dem Forum gut taten.
Von den üblichen Trolls mal abgesehen, insbesondere DrZeuus und den ganzen Planetarieren.
Genial war auch der Typ mit dem Gitarrenverstärker oder der Typ, der das deutsche Reich als Weimarer Republik reloaded, mit seinem selbst angefertigten Siegel inthronisert, wieder haben wollte....
Die Moderatoren sind in der Minderheit gegenüber der Weltbevölkerung als auch gegenüber dem betroffenen Staatsvolk, welchem Sie hier verantwortlich zu Diensten sind.
(Frithjof)
Ponder, du verursachst bei mir gerade einen akuten Anfall von Nostalgie...
Amendment I
Congress shall make no law respecting an establishment of religion, or prohibiting the free exercise thereof; or abridging the freedom of speech, or of the press; or the right of the people peaceably to assemble, and to petition the Government for a redress of grievances.
Siehst du, ich denke, genau das meinte Anni: Du bestätigst gerade, was sie schreibt in dem einen oder anderen Punkt.
Warum aber schreibt sie diese Dinge an?
Weil jeweils der- oder diejenige, die beim Schreiben die Augenhöhe verlässt, es nicht unbedingt sofort selbst merkt.
Daher finde ich es gut, gerade dann, wenn du es in Ordnung findest, wie es ist, erst recht ein klein wenig sensibler darauf zu achten, wo man die Augenhöhe verlässt, wo Mobbing beginnt, wo Selbsterhöhung und wo auf Kosten von sonst guten Inhalten nur das weniger Angenehme heraus selektiert und abwertend bewertet wird.
In Top-Unternehmen, die z. B. zertifiziert sind, ist Lob immer mehr gewollt, angesagt, wird praktiziert und zeitigt super Erfolge.
Wo immer wir etwas beim anderen gut finden, braucht man nicht überschwenglich loben, aber warum es nicht kurz mit Worten zeigen?
Es geht doch nicht alleine ums Berichten, es geht um Menschlichkeit, Wärme, Auferbauung, Einsichten, ob eigene oder eigene (ha).
Den grünen Balken finde ich nicht gut. Bewertungen sind eigentlich out. Wie auch Benotungen eher Spannungen schaffen. Da wird nach dem Motto, "wer hat, dem wird gegeben, wer nicht hat, dem wird weg genommen", unbewusst verfahren. Rollenverhalten oder das Reindrängen in eine Rolle ist leichter gegeben.
@uaww,Dem würde ich gern etwas hinzufügen: wer legt eigentlich Wert auf den Bewertungsbalken? Könnte der nicht wegfallen? Das kommt einem öffentlichen Pranger gleich und trägt nicht gerade zu friedvollerer Einstellung bei - besonders bzw. hauptsächlich bei glühenden Wortgefechten.
..oder manch einer mag sich fragen, warum vergibt xy an mich kein Danke, obwohl wir doch in Vielem einer Meinung sind....
Ich stehe öfter selbst vor der Frage: da sagt einer 70 % (aus meiner Sicht) hocherfreuliche Sachen, und dann kommt ein Satz, der mir "ganz gegen den Strich" geht...
Blöd, da sitze ich vor meinem "Danke" Button und grüble. Gar nicht so leicht, da "objektiv" ran zu gehen.
Also ist das ganze Balkensystem für uns wohl eher eine Art "Übung": wie geht es mir mit Zustimmung und Ablehnung meiner Position. Und wie reagiere ich? Sehr belehrend ....
Knifflig wird es dann, wenn der "Danke" oder "Mißbilligungs" - Knopf (von Einzelnen) zur "Waffe" in "heißen" Konflikten gemacht wird.
(Wie jüngst offensichtlich gegenüber SL geschehen.)
„Seine Armut ist Freiheit. Diese Freiheit ist Liebe. Nicht die Freiheit des Verstandes, der überlegen erkennt; nicht die Freiheit des Wollens, das sich in geordneter Übung löst. Unmittelbare Liebe; Kraft des von Gott berührten Herzens. Darum ist in Alledem kein Nein. Alles ist Ja. Alles blüht und leuchtet und lebt. Es ist das große Aug’ in Auge mit Gott“ -
Romano Guardini über den Hl. Franziskus aus "In Spiegel und Gleichnis"
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