Ich glaube man kann sich die Frage nach Gott auch stellen, wenn man nicht durch äußere Umstände dazu "gezwungen" wird. Man kann auch einfach im Nachdenken dahin kommen, dass man nach Gott fragt.
Dabei muss man allerdings manches außereinander halten. Durch Nachdenken kommt man eher zu einem "Gott der Philosophen", also einem allmächtigen Wesen, das sich mit der entsprechenden philosophischen Anschauung gut verträgt und in dessen Lücken passt. Aber die Frage nach Gott kann auch die Philosophie aufwerfen. Man kann aber beobachten, dass aus diesem Fragen nicht oder nur sehr langsam ein konkreter, gelebter und verinnerlichter Glaube wird. Ich kenne einige Leute, die über weltanschauliche fragen zum Christentum gefunden haben, aber deren Selbst-Integration in das Christentum, vor allem in die Gemeinschaft der Kirche, vollzieht sich oft sehr langsam - wenn überhaupt.
Eine echte "Bekehrung", also eine Annahme des Glaubens mit der ganzen Existenz, setzt in der Regel ein Ereignis im Leben voraus, ein ergriffen sein mit der ganzen Person. Das geht über den Verstand, der nach Antworten auf diese oder jene Frage geht, hinaus (wobei das eben ein Anknüpfungspunkt sein kann).
Dass man als Christ grundsätzlich glücklicher als andere Menschen ist, das würde ich nicht zu behaupten wagen. Ich kenne allerdings sehr viele glückliche Christen. Die Frage an dieser Stelle ist ja aber nicht nur eine nach der persönlichen Zufriedenheit, sondern auch nach der Wahrheit.









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