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Konstruktive Kritik, Tipps für meine Hausarbeit gesucht

Dies ist die Diskussion Konstruktive Kritik, Tipps für meine Hausarbeit gesucht im Theologiestudium Forum, als Teil der Theologie Kategorie. "Tweet Hallo! Ich bin Neuling in diesem Forum und würde es dennoch gerne wagen, euch um konstruktive Kritik, Tipps und ..."

  1. #1
    Juniorposter/in Avatar von PiagetFreudErikson
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    Icon5 Konstruktive Kritik, Tipps für meine Hausarbeit gesucht



    Hallo!

    Ich bin Neuling in diesem Forum und würde es dennoch gerne wagen, euch um konstruktive Kritik, Tipps und Verbesserungsvorschläge zu bitten.
    Bisher habe ich leider nicht wirklich Rückmeldungen und oder Anregungen zur Ausdifferenzierung meiner Idee erhalten dürfen.

    Worum es geht?
    Ich soll eine Hausarbeit in der Disziplin der systematischen Theologie anfertigen.

    Meine Idee:

    Ich möchte den besonderen Einfluss der christlichen Hoffnung auf die Identitätsentwicklung der Phase des Jugendalters bis zum frühen Erwachsenenalter (Modell n. E. Erikson / Stufe 4-5) untersuchen und zu dem Fazit der Notwendigkeit und Verantwortung des Glaubens gelangen. Also handelt es sich quasi um eine Apologie des Glaubens im 21. Jahrhundert.

    Meine Frage:
    Ist dieses Thema überhaupt für die systematische Theologie geeignet (ist ja kein "charakteristisches" Thema)? Wie interessant findet ihr dieses Thema? Wie schätzt ihr die Verarbeitungsmöglichkeit innerhalb des Rahmens einer Hausarbeit ein?

    Würde mich sehr über eure Gedanken, Kritik, Anregungen, Verbesserungsvorschläge usw. freuen!!!

  2. #2
    Moderator/in Avatar von Ozymandias
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    Ich glaube nicht, dass das Thema für das Fach systematische Theologie geeignet ist. Das scheint mir eher eine Frage der praktischen Theologie zu sein. Das Problem ist, dass sich die Frage abstrakt, also ohne empirische Forschung gar nicht beantworten lässt. Du müsstest dann ja irgendwie an Daten kommen und das dürfte schwer sein. Generell finde ich das Thema allerdings spannend. Nur für eine Studienarbeit scheint es mir ein overkill zu sein.
    Geändert von Ozymandias (09.11.2012 um 22:07 Uhr)
    "Everybody wants to go to heaven. They just don't want God to be there when they get there." - Paul Washer
    "God’s grace does not come to people who morally outperform others, but to those who admit their failure to perform and who acknowledge their need for a Savior." -The Reason for God

  3. #3
    Juniorposter/in Avatar von PiagetFreudErikson
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    Danke für deine Antwort!

    Es steckt da aber schon eine Apologie (die Notwendigkeit des Glaubens während dieser besonderen Lebensphase) drin, was ja zu der systematischen Disziplin gehört.

    Um es präzise gestalten zu können, soll das ganze eben auf Erikson und auf seiner Ansicht zur Lebensphase Jugend basieren. Dieser beschreibt ja ganz konkret psychosziale Krisen, Identitätsbildung und Sozialisation. Diese Entwicklung, bis hin zur Identitätsbildung und Festigung im frühen Erwachsenenalter, kann durch Berührungspunkte mit dem Glauben aber ganz anders verlaufen. Und zwar mit einem bedeutsamen Zuwachs an Ich-Stärke. Das Gott-Mensch-Verhältnis mündet automatisch wieder in die Subjektivität des Individuums mit seiner Wahrnehmung usw. ein, was seine Handlungs-, Kommunikations- und Selbstwahrnehmungskompetenz um ein vielfaches bereichern kann, wobei wir uns wieder dem Fazit nähern würden (Notwendigkeit des Glaubens, sowie Angebote usw.).
    Geändert von PiagetFreudErikson (09.11.2012 um 22:40 Uhr)
    "Das größte Glück auf Erden besteht darin,
    einem fremden Glück beiwohnen zu dürfen,
    das uns selbst am Herzen liegt,
    und nichts ist schöner als mitanzusehen,
    wie jemand zu seiner Wahrheit und zu seinem Glück findet.
    Erst in dem Glück des anderen wird auch
    unser eigenes Glück vollkommen und wirklich
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    "
    - Eugen Drewermann

  4. #4
    Moderator/in Avatar von Ozymandias
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    So wie ich das sehe kann Apologie zur systematischen Theologie gehören muss aber nicht. Apologie bedeutet ja nur die Verteidigung des Glaubens. Das kann ja sowohl auf systematischer wie auch auf praktischer Ebene geschehen. Aber du ja nicht nach dem Inhalt des Glaubens und auch nicht danach ob er wahr ist oder nicht, sondern nach seinen Auswirkungen beurteilen willst, brauchst du doch Daten oder nicht? Und ich wüsste nicht, woher du diese Daten nehmen könntest. Zu beachten ist ja auch, dass nur weil der Glaube positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Menschen hat, dies noch nicht bedeutet, dass er wahr ist, oder das aufwachsen in einer anderen Weltanschauung nicht "noch positiver" wäre.
    Vielleicht könnte man das Thema in der Richtung ändern, als dass man sich mit den diversen Versuchen auseinandersetzt Religion, bzw. religiöse Erfahrungen durch Psychologische Theorien "weg zu erklären".
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  5. #5
    Juniorposter/in Avatar von PiagetFreudErikson
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    Ahh! Du hast das meiner Ansicht nach total sinnig dargestellt.. Wie spannend!

    Meinst du mit dem letzten Abschnitt so etwas wie bestimmte Religionskritiken?
    "Das größte Glück auf Erden besteht darin,
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    und nichts ist schöner als mitanzusehen,
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  6. #6
    Bürgermeister/in Avatar von Thaddäus
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    Zitat Zitat von PiagetFreudErikson Beitrag anzeigen
    Danke für deine Antwort! Es steckt da aber schon eine Apologie (die Notwendigkeit des Glaubens während dieser besonderen Lebensphase) drin, was ja zu der systematischen Disziplin gehört. Um es präzise gestalten zu können, soll das ganze eben auf Erikson und auf seiner Ansicht zur Lebensphase Jugend basieren. Dieser beschreibt ja ganz konkret psychosziale Krisen, Identitätsbildung und Sozialisation. Diese Entwicklung, bis hin zur Identitätsbildung und Festigung im frühen Erwachsenenalter, kann durch Berührungspunkte mit dem Glauben aber ganz anders verlaufen. Und zwar mit einem bedeutsamen Zuwachs an Ich-Stärke. [...]
    Was Ozymandias schreibt ist völlig richtig. Deine Arbeit ist eine empirische, weil sie eine empirisch zu belegende These aufstellt. Jedoch scheinst du bereits zu wissen, was bei dieser empirischen Arbeit herauskommen soll. So wird das nicht funktionieren. Du benötigst für einen Ansatz belastbare empirische Daten und die musst du entweder selbst erheben, was einen ungeheuren Aufwand bedeutet oder du kannst dich auf bereits vorliegende Untersuchungen stützen. Die müsstest du aber zuerst irgendwo finden ...


    "Das Universum sollte einfach sein, - aber das ist es nicht".
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  8. #7
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    Zitat Zitat von PiagetFreudErikson Beitrag anzeigen
    Meine Frage:
    Ist dieses Thema überhaupt für die systematische Theologie geeignet (ist ja kein "charakteristisches" Thema)? Wie interessant findet ihr dieses Thema? Wie schätzt ihr die Verarbeitungsmöglichkeit innerhalb des Rahmens einer Hausarbeit ein?

    Würde mich sehr über eure Gedanken, Kritik, Anregungen, Verbesserungsvorschläge usw. freuen!!!
    Das Thema ist sicher interessant, aber wohl eher eine Frage für das Fach Praktische Theologie/Pastoraltheologie. Dazu kommt ja die Frage, was unter "christlicher Hoffnung" zu verstehen ist. Es gibt da ja die Enzyklika "Spe salvi". Du könntest dich z.B. auf den Hoffnungsbegriff dort beziehen und das mit Erikson in Verbindung bringen. Aber da wäre zuerst der Dozent zu befragen, denn auch das wäre am Rande der Systematik angesiedelt.
    Die Auferstehung Christi ist unsere Stärke (Papst Franziskus)

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  9. Die folgenden 2 Benutzer sagen Danke zu: Nikodemus


  10. #8
    Moderator/in Avatar von Ozymandias
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    Zitat Zitat von PiagetFreudErikson Beitrag anzeigen
    Ahh! Du hast das meiner Ansicht nach total sinnig dargestellt.. Wie spannend!

    Meinst du mit dem letzten Abschnitt so etwas wie bestimmte Religionskritiken?
    Ja. Ich dachte zum Beispiel an die Ansetze von Feuerbach und Freud mit ihrem diversen Projektionstheorien. Oder modern die verschiedenen Varianten Glauben als ein Nebenprodukt der Evolution "weg zu erklären". So hat ein gewisser Richard Dawkins den Begriff der Mem eingeführt um Religion weg zu erklären. Dabei stellt er die These auf, dass Gewisse Ideen (eigentlich und komischerweise nur religiöse) von ihren Trägern nur deshalb für wahr gehalten werden, weil sie einen evolutionären Vorteil haben, oder ein Nebenprodukt von etwas sind, dass einen evolutionären Vorteil haben (zur Kritik dieser Kritik: Explain away religion? Tim Keller argues that we can't [1 of 3] - YouTube).
    Oder du machst es tatsächlich wie Nikodemus und untersuchst erst einmal nur den Begriff der Hoffnung. Was ist eigentlich Hoffnung? Dann könntest du später noch einmal darauf zurückgreifen, sollte sich die Gelegenheit doch noch ergeben das ursprüngliche Thema zu bearbeiten.
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  12. #9
    Jungbürger/in Avatar von Roma
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    Ich finde Dein Thema sehr interessant und würde die fertige Arbeit gerne lesen (die Einwände bzgl. des empirischen Teils hätte ich allerdings auch).
    Immer mehr Psychotherapeuten erkennen die Suche nach Sinn und Spiritualität in einem Menschenleben als eines der Grundbedürfnisse an und erklären ihr Fehlen zu einer möglichen Ursache von Krankheit.
    Die wichtigsten neueren Forschungen auf diesem Gebiet machte u.A. Prof. Klaus Grawe.
    "Man kann nicht nur auf Probe leben, man kann nicht nur auf Probe sterben, man kann nicht nur auf Probe lieben, nur auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen." - Johannes Paul II in Köln, 15. November 1980

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